Wie kannst du deinen Ängsten mit Yoga den Kampf ansagen?



Mit Yoga gegen die Angst

1. Nutze deinen Atem! … aber wie soll ich atmen?


Du hast sicher schon mitbekommen, dass wir Yogalehrer ZIEMLICH gerne über den Atem sprechen. Warum?! Weil es genau das ist, was uns am Leben hält.


Eine verbesserte Atmung führt zu mehr Lebenskraft und Energie.

Es ist wirklich so einfach.


Die Atmung und das vegetative Nervensystem sind eng miteinander verbunden. Wenn wir gestresst und ängstlich sind, ist unser Atem eines der ersten Dinge, der davon betroffen ist. Unser Atem beginnt unseren Geisteszustand nachzuahmen und wird eng, flach und angespannt. Dadurch wird unser Nervensystem überwältigt und der Kampf- oder Fluchtmodus tritt ein. Plötzlich fühlt es sich an, als hätten wir 10 Kaffee getrunken und können uns auf nichts konzentrieren. Kennst du das?


Stell dir deine eigene Yogapraxis vor: Lass deinen Atem die Übung leiten. Wenn er anfängt flach zu werden, zieh dich körperlich zurück (komm aus der Asana raus).

Wähle immer deinen Atem über der Asana, die du so dringend umsetzen willst. So nervig es auch ist, die herausforderndsten, coolen Posen entstehen aus konsequentem Üben, ohne Zwang. Da gibt es auch keine Abkürzung.


Wie viele Yogalehrer leite ich beim Unterrichten den Atem an (einatmen - rechten Fuß nach vorne, ausatmen - Knie beugen usw.).

Das kann ein wirklich nützlicher Leitfaden für dich sein, um mit deiner Praxis in Rythmus zu kommen, aber Neulinge kann es auch total verrückt machen, einen Atem “Cue” zu verpassen!


Solange du einen organischen freien Atemfluss hast, ist alles OK. Du bist mitten in deiner Praxis und die Asana funktioniert.


2. Nutz deine Matte als Check-In


Anstatt mit der Erwartung auf die Yogamatte zu kommen, was du in der Praxis „erledigen“ möchtest, nutz die Zeit für Selbstreflexion. Wir steigen so oft im Yoga auf die Matte und werden von verschiedensten Emotionen überrascht, von denen wir nicht einmal wussten, dass sie da sind.


Es ist üblich, Energiestau zu haben der im System Angstzustände verursachen kann (Stress, Müdigkeit, chronische Verspannungen).


Betrachte die Yogamatte als einen sicherer Ort, um diese Dinge an die Oberfläche zu bringen. Betrachte deine Praxis als einen heiligen Moment, in dem du dich mit deinem Körper, Geist und Seele verbinden kannst.

Es ist wertvolle Zeit dich mit dem intimen Teil von dir selbst zu verbinden, dem Teil jenseits von Angst, Stress und deinen viele verschiedenen Hüten.


3. Nutz deine Yogapraxis um dich mit deinem alten Begleiter “Unbehagen” anzufreunden


Angst ist unangenehm und normalerweise tun wir alles, um vor dem Gefühl davonzulaufen und uns abzulenken (Essen, Schlafen, Scrollen am Handy - was tust du?).


Mit Yoga gegen die Angst

Wie im echten Leben wirst du in deiner Yogapraxis immer mal auf unbequeme Posen stoßen (hallo Delfin-Pose). Einer der lohnendsten Dinge, die du tun kannst, ist in der Pose zu bleiben. Vielleicht bedeutet es, dich bei Bedarf ein wenig zurück zu ziehen (siehe Punkt 1), aber es bedeutet nicht aufzugeben. Benutze deinen Atem, um tiefer in die Erfahrung einzutauchen, anstatt dich von deinem Verstand ablenken zu lassen.

Du könntest für 2 Atemzüge drin bleiben, vielleicht für 5 Minuten, so oder so ist die Pose nicht für immer. Erkenne, dass das Unbehagen da ist, nimm es an, lass dich darauf ein und sei neugierig, was auf der anderen Seite ist.


Diese Herangehensweise an den alten Freund Unbehagen zu verkörpern, wärmt die Rezeptoren auf sich auf die gleiche Weise mit der Angst zu befassen. Wenn du beim Hereinsteigen des Delfins den gleichen Ansatz wie bei der Angst anwenden kannst, hast du gewonnen.

Wie du dich in deiner Praxis gibst, ist immer ein Spiegel dessen, was in deinem Leben passiert.





Hast du dir darüber schon einmal Gedanken gemacht? Was tust du wenn die Angst kommt?

Lass uns gerne ganz offen darüber reden.



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