Die Kraft deines Atems

Nutze den Atem um dich selbst zu regulieren

Wenn unser Herz schnell schlägt, unser Kopf sich ausschaltet, sich unser Magen verdreht, unser Mund trocken ist und die Hände schwitzig sind… hat uns irgendetwas getriggert und wir gehen automatisch in den Stressmodus. Unsere Physiologie ist ein einziges Chaos, wir erleben einen Kontrollverlust und sind uns unserer selbst nicht mehr sicher. Keine schöne Erfahrung - die wir aber alle kennen.


Sich selbst zu regulieren bedeutet die Kontrolle über unsere Physiologie wieder zu gewinnen, so dass du aus dem Chaoszustand zu einem gefestigsten Zustand zurück kehren kannst.


Und genau das kannst du innerhalb weniger Minuten mithilfe deines Atems erreichen.

Der Atem ist aus einem ganz bestimmten Grund so kraftvoll: Sobald wir uns auf den Atem fokussieren gelangen wir ins JETZT. Du kannst dich nicht in die Vergangenheit oder in die Zukunft atmen - dein Atem führt dich immer in den gegenwärtigen Moment.

Wenn wir tiefe, bewusste, langsame und rhythmische Atemzüge nehmen, dann;

  1. kehren wir zum gegenwärtigen Moment zurück und hören auf zu katastrophisieren

  2. unterbrechen wir die Amygdala Drüse - die Alarmglocke des Hirns, die völlig aus dem Häuschen gerät sobald wir gestresst sind oder Angst haben

  3. fahren wir unser symphatisches Nervensystem (Kampf oder Flucht) runter und unser Parasyphatisches Nervensystem hoch (Ruhezustand)

  4. Wenn wir in die unteren Lungenflügel atmen signalisieren wir dem Körper, dass er sicher ist und somit gelangt wieder mehr Sauerstoff in die Lungen

  5. erschaffen wir eine Pause zwischen Stimulant (Trigger) und unserer Reaktion

  6. bringen wir Stimmigkeit zurück in unseren gesamten Körper

Sobald du wieder in einem regulierten Zustand bist, kannst du dich dem Trigger mit einem klaren und beruhigten Geist zuwenden, anstatt mit Angst, Panik, Wut darauf zu reagieren.


Wir müssen natürlich nicht erst in einen absoluten Stresszustand gelangen um zu unserem Atem zu kehren. Ich komme häufig mitten am Tag zu ihm zurück, einfach um runter zu kommen und mich ausgewogener zu fühlen.

Genau so wichtig, wie tief und langsam zu atmen, ist es rhythmisch zu atmen [z.B. einatmend für 4 Sekunden und ausatmend für 6 Sekunden oder Ein- und Ausatmung auf 8 Sekunden anzugleichen].