Die 5 größten Mythen über die Meditation & wieso sie dich davon abhalten zu meditieren

Meditation hat ein großes Imageproblem.

Die Erwartungshaltung gepaart mit vielen Unwahrheiten hält uns viel zu häufig von dieser wertvollen Praxis ab. Ich räume mit 5 großen Mythen auf, denn ich möchte dich darin bestärken regelmäßiger den Pausenknopf zu drücken.



Mythos 1) Ich kann nicht meditieren, wenn ich zu viele Gedanken im Kopf habe


Diese Übung hat mal die Harvard University durchgeführt, allerdings beide Teile für jeweils 5 min. Es klingt nicht nur anstrengend, war es auch.

Dabei rausgekommen ist 1) wenn du dich für 6-10 Sekunden auf etwas fokussierst, dann springt der Geist danach fast automatisch zum nächsten Gedanken und 2) wenn du deine Gedanken versuchst zu unterdrücken, kommen sie erst recht an die Oberfläche.


Es gibt unglaublich viele verschiedene Meditationstechniken. Eine davon ist die “Non-direktive Meditation”. Diese Technik unterdrückt die Gedanken nicht wie die in dem Polarbären Beispiel, sondern lässt den Geist wandern.

Erlaubst du deinen Gedanken zu wandern, erlaubst du auch deinem Geist eine Pause.

Wandernder Geist = ausgeruhter Geist

Lässt du deinen Geist ganz gelassen wandern, hilft dir das nicht nur auszuruhen, sondern erhöht das Level an Ordnung und Leistungsfähigkeit. Deine Gedanken sind keine Hindernisse mehr sondern symptomatisch dafür, dass dein Geist auf Autopilot schaltet und durch die Sorgen in deinem Leben arbeitet.


Meditations Mythos

Mythos 2) Es gibt keinen korrekten Weg zu meditieren


Ich glaube, dass alle Techniken zu einem bestimmten Ziel führen, aber ich glaube auch, es gibt Wege, die einfacher sind. Unterrichte ich Meditations Beginner, kann ich häufig die tollsten Interpretationen eines buddhistischen Mönchs beobachten. Lotussitz und Chin Mudra (Daumen und Zeigefinger berühren sich) allerdings sehen die Gesichter dabei eher unentspannt aus....

Das ist keineswegs falsch, aber beginne doch einfach etwas entspannter? Setz dich gemütlich hin, so als würdest du dir deine Lieblingsserie auf Netflix anschauen. Und dann lass deinen Gedanken freien Lauf. Schon viel besser, oder?




Mythos 3) Ich habe keine Zeit!


Meditation schenkt dir sogar Zeit! Das International Journal of Neuroscience hat in einer Studie herausgefunden, dass eine konstante Meditationspraxis verjüngt: Es gibt das chronologische Alter und das biologische Alter, also das Alter was sich entweder erhöht oder verringert, je nachdem wie viel Stress du im Körper trägst. Wenn du also sagst (und hey, wir sitzen zusammen in diesem Boot!), du hast keine Zeit zu meditieren, ist das genauso als würdest du deine Steuerrückzahlung nicht in Anspruch nehmen wollen.. wieso solltest du das tun?



Mythos 4) Meditation wird alle meine Probleme lösen


Es gibt ziemlich viele Artikel im Netz die besagen, dass wir durch Meditationen abnehmen, besser kochen können und wir zu magischen Geschöpfen im Bett werden können. Das Problem mit solchen Studien ist, die Variablen darin sind nicht wirklich messbar.

Doch eine Studie finde ich sehr wertvoll, die auch immer wieder zitiert wird: Misst man den Blutdruck, die Atmung etc., an meditierenden Menschen zeigt die Meta Analyse danach unglaublich positive Ergebnisse in der Physiologie des Körpers.

Daher stammt auch der Begriff “Relaxation Response” aus dem MBSR (Mindfulness based stress reduction), der die Vorteile der Meditation aufzeigt.



Mythos 5) Der Erfolg der Mediation hängt von der Ruhe in deinem Geist ab


N E I N. Das hat absolut nichts mit dem Erfolg deiner Meditation zu tun.

Wie oft sitzt du in der Meditation, die Gedanken kreisen und du fragst dich wann du endlich Erfolg in diesen paar Minuten haben wirst..?

Da ist sie wieder: die Erwartung Erfolg haben zu müssen. Wollen wir nicht viel lieber über den Erfolg sprechen, wie viel gelassener wir in irgendwann in bestimmten Situationen werden, die uns normalerweise stressen würden?

Lass uns den Erfolg anerkennen, diesen kleinen Moment Reflektion, in dem wir innehalten BEVOR wir normalerweise laut werden würden oder auf die Hupe drücken würden.

Mein Lehrer hat mal gesagt: “Never miss a good oportunity to keep the mouth shut.”

Auch ein Ansatz.